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Pandinus imperator

 
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sirus

Skorpion-Experte


Alter: 37
Anmeldedatum: 22.11.2008
Beiträge: 767

BeitragVerfasst am: 23.09.2009, 20:19    Titel: Pandinus imperator Antworten mit Zitat

Pandinus imperator

Gattungs- und Artname

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpions)
Familie: Scorpionidae
Gattung: Pandinus
Art: Pandinus imperator
Trivialname: Kaiserskorpion



Herkunft und Vorkommen

Afrika- Tropischer Regenwald,Feuchtsavanne (Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Guina-Bissau, Nigeria, Togo)

Äußere Merkmale & Geschlechtsunterschiede:

Ein Pandinus imperator (Kaiserskorpion) zählt mit zu den größten bekanntesten Skorpionen. Dieser kann bis 20cm ,in seltenen fällen bis zu 25cm groß werden, im Handel bekommt man meist Tiere die 14-16cm groß sind. In den seltensten Fällen werden sie 20 cm, es wurden auch schon Exemplare gefunden die 25 cm groß sein sollten, aber darüber gibt es keine Bestätigungen.
Sein Körper ist schwarz (wirkt leicht Metallisch), die Pleural Membran ist gräulich wie bei den meisten Skorpionen. Diese Art hat sehr große Pedipalpen die eine gleichmäßige Granulierung haben, des Weiteren haben adulte (ausgewachsene) Tiere ein rotes Telson (Giftblase), wobei subadulte ein leicht gelb-/ bräunliches Telson haben.

Adult

Subadult



Geschlechtsunterschied:

Weib (Herzförmig)


Bock (Oval)


Haltungsbedingungen:

Diese Art gehört zu den wenigen Vertretern die man in Gruppen halten kann (Vergesellschaften). Dafür gibt es aber keine Garantie! Bei längerer Nahrungsknappheit kann es zu Kannibalismus kommen.
Für einen adulten Pandinus imperator würde ich mindestens ein 50x30x30cm Terrarium wählen, für ein Pärchen 60x30x30cm Terrarium empfehlen, für eine Gruppe von 2.2.0 ein 100x50x50cm Terrarium.
Ich empfehle ein Terrarium was eine sehr gute Belüftung hat (mit 2 Belüftungsblechen für eine gute Luftzirkulation), doch dieses muss mit einem Schloss versehen werden, da diese Tiere die Kraft besitzen die Türen aufzuschieben.

Einrichtung des Terrariums:

Das Terrarium sollte eine Substrathöhe von mindestens (vorn) 10cm, nach hinten aufsteigend besitzen (mindestens hinten 15cm) haben, da diese Art Gänge gräbt bzw. Höhlen/-systeme anlegt. Für den Bodengrund kann man ganz normale Blumenerde aus dem Baumarkt verwenden. Dazu rate ich unbedingt weise Asseln oder Springschwänze mit in das Terrarium zu setzen, diese beugen Schimmelbildung vor.
Dazu sollte man Pflanzen reintun (z.B.: Efeutute, Farn, o.ä.) um besser die Luftfeuchte halten zu können. Pflanzt Moss hinein, dazu Korkrinde , sodass sie sich darunter Höhlen bzw. Gänge in der Erde graben können. Die Höhlen bitte so reinsetzen das die keinen durchgang haben (z.B.: zum Kork).
Macht mehr verstecke als Tiere in das Terrarium das sich die Skorpione auch mal aus dem Weg gehen können.
Die Dekoration ist jedem selbst überlassen (dies sollte aber nicht zu überfüllt sein). Eine flache Wasserschale, die stets gefüllt sein sollte, darf nicht fehlen.

Haltungsparameter:

Luftfeuchtigkeit: 60-70% tagsüber, nachts 70-85%
Temperatur: 27- lokal 30°C tagsüber, nachts Zimmertemperatur (ca. 20-22°C)
Die Temperatur darf nicht unter 18 °C fallen, da sonst der Skorpion Schaden nehmen kann. Man beachte er ist ein Tropenbewohner! Der Boden ist immer etwas feucht zu halten (keine überschwemmung verursachen) am besten mit einer Sprühflasche arbeiten oder gießen (vorsicht!! nicht zuviel sonst überschwemmt es das Höhlensystem oder die Erde wird instabil!!)


Fütterungsintervalle und Futtertiere:

Aus meiner Erfahrung reicht es aus wenn man aller 1 ½ Wochen ein Futtertier in das Terrarium gibt. Die Auswahl des Futtertieres ist jedem selbst überlassen, die sollte nur auf die Größe des Tieres abgestimmt sein.
Ich persönlich empfehle: Waldschaben, Heuschrecken und Fauchschaben. Vom verfüttern kleiner Mäuse oder Springer ist abzuraten da es hauptsächlich ein hygenisches Problem darstellt ,weil die Tiere unter umständen ihre Beute halb aufgefressen in der Höhle liegen lassen. Das Verfüttern von Wirbeltieren wird in der Community kontrovers diskutiert und auch die Rechtslage ist nicht 100% klar. Der Autor rät desswegen dringend davon ab.

Nach meiner Erfahrung kann man bei Adulten Tieren auch permanent Futtertiere im Terrarium lassen. Diese Art kann über einen längeren Zeitraum eine Futterpause einlegen, aber es muss immer eine gefüllte Wasserschale vorhanden sein.

Verpaarung, Aufzucht der Nachzuchten:

Die Tragezeit bei einem Pandinus imperator Weib beträgt 12-24 Monate, die Wurfgrößen können sehr stark schwanken. Die meisten weiber ,die als wildfang in die geschäfte kommen, (und davon ist auszugehen das es zu 95% WFs sind) sind schon trächtig (wenn adult).

Bei mir hatte sie einen Wurf von 13 Larven (Jungtieren) bekommen und ca. 7-8 gefressen. Wenn sie sich gestört fühlen, können sie auch Ihren ganzen Wurf fressen bzw. töten. Deshalb sollte man das trächtige Weib einzeln halten, sofern bekannt ist ob sie Trächtig ist. Dies erkennt man wenn sie sich Tagsüber sonnt und das hinterteil in die luft (richtung Wärmequelle) streckt.
Ich musste einen Verlust hinnehmen weil ich das Trächtige Weib zu spät separiert habe.
Falls das Muttertier Ihren Nachwuchs frisst, kann man versuchen, ihr tote Futtertiere vor die Höhle zu legen, damit kann man erreichen dass sie ihren Nachwuchs nicht frisst und sich lieber dem Futtertier zuwendet.
Falls sich die Larven nicht auf dem Rücken des Muttertieres halten können oder erreichen (im Terrarium herumkrabbeln) sollte man sie vorsichtig herausnehmen und wie in Aufzucht in der HD verfahren, bei dieser variante liegt die überlebenschance bei 5-15%.

Die Nachzuchten kann man in Gruppen halten.



Instar-Intervalle:

1. Instar – Larve (Geburt)
2. Instar – ca. nach 14 - 21 Tagen nach der Geburt
3. Instar – ca. nach 73 - 100 Tagen nach der Geburt
4. Instar – wird weiterhin Aktualisiert

Dies kann abweichen, da es auf das Futterangebot und die Wärme einen tragenden Effekt haben.

Dies sind meine Erfahrungen bzw. Beobachtungen bis jetzt. Dieses kann abweichen.

Verhalten und Giftigkeit:

Diese Skorpionsart ist Stechfaul, er erlegt seine Beute mit den Scheren (Pedipalpen), Jungtiere stechen gelegentlich, was sich aber mit zunehmenden Alter/ Größe verliert.
Der Pandinus imperator ist Mindergiftig, sein Gift kann man mit einem Bienenstich vergleichen. Jedoch kann es bei Allergikern sehr gefährlich werden.
(Quellenangaben: Wikipedia und eigene Erfahrung/ Beobachtung)

Dieser Skorpion nimmt meistens die Angriff-/ Verteidigungsposition ein, jedoch wird man nur bei Jungtieren beobachten können wie sie Stechen. Ihre Beute töten sie mit ihren Scheren (Pedipalpen). Ich habe verschiedene Erfahrungen gemacht, manche fliehen in ihre Höhle und ein anderes Mal nehmen sie die Verteidigungsposition ein. Dies kann aber von Tier zu Tier unterschiedlich sein, manche fliehen und manche greifen an.

Diese Art lebt sozial und kann in Gruppen gehalten werden, es kann aber auch bei sozialen Tieren zu Kannibalismus kommen bzw. das sich die Tiere nicht vertragen und somit ein Tier verletzt wird.
Dies kann man unterbinden, wenn man das Terrarium mit einer Trennscheibe (die mit Löchern versehen ist), trennt. Nach 2 Wochen kann man es nochmals testen, dazu empfehle ich, das Terrarium komplett neu einzurichten. Da kann es noch zu einem leicht Aggresiven Verhalten kommen was aber normal ist, ich empfehle dabei zu bleiben und abzuwarten.

Persönlicher Kommentar:

Dieser Skorpion wird gern als Anfängerskorpion genommen, da er ein großer und mindergiftiger Skorpion ist. Wenn man die Haltungparameter einhält wird sich dieser Skorpion nur selten zeigen, dies ist aber ein gutes Zeichen.

Beachte:
Da dieser Skorpion unter das Washingtoner Artenschutzgesetz fällt, ist er meldepflichtig!
Dieses Jahr 2009 ist er nicht Meldepflichtig aber dies kann sich jederzeit ändern, von daher empfehle ich diesen Skorpion zu melden, denn sonst müsstet Ihr jedes Jahr anrufen und nachfragen.

Informiert Euch bitte vor dem Kauf wie die Meldepflicht in Eurem Bundesland geregelt ist. Lasst euch beim Kauf eine Kaufquittung bzw ein entsprechender Herkunftsnachweis, das muss man nicht überbewerten sollte aber immer beim Kauf eingefordert werden. Das gilt übrigens auch für Nachzuchten, wer Nachzuchten verkauft muss dem Käufer eine Bestätigung ausstellen das diese Tiere aus eigener Zucht stammen - das ganze kann formlos sein sollte aber beide Adressen enthalten sowie eben auch den Hinweis woher diese Tiere stammen - eine 0815-Quittung von einem Quittungsblock reicht auch aus (is ja wie ein Kassenbon) aber ein Blatt mit den Adressen ist schöner, sauberer besser.

Falls jemand solch ein Herkunftsnachweis braucht, kann sich bei mir melden via PN.

Aufruf für Nachzuchten

Meiner Meinung nach sind noch zu viele WF (Wildfänge) im Umlauf, deshalb sollte man sie nachziehen.Es wird geraten lieber NZ zu kaufen da diese stabiler sind und man das problem mit inkompatiblen Gruppen umgeht - eine Gruppe Pandinus aufzuziehen ist wirklich schön.
Es zählt der Gedanke daran, dass man nicht unnötig Tiere aus der Wildnis nehmen muss, Importweg etc fordert btw ca 40% Verlust und die Tiere werden zu hunderten in enge Kartons gequetscht - man sollte desswegen wirklich lieber mehrfach überlegen ob man das unterstützen will oder nicht

Quellenangaben:

- eigene Erfahrungen
- Wikipedia
- MatZ


Zuletzt bearbeitet von sirus am 10.11.2009, 10:48, insgesamt 6-mal bearbeitet
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MatZ

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BeitragVerfasst am: 24.10.2009, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

wollte grade deinen bericht durchgehen, bekomme aber gleich besuch...

schau mal ob du das hier gebrauchen kannst:



habe es grad fertig gemacht... Wink

werde diesen post noch weiter editieren...

edit1:
aufgrund der anfragen: diese grafik könnt ihr auch auf euren webseiten und haltungsberichten verwenden, eine PM oder ein kurzes mail und ich schicke euch diese grafik in gewünschter auflösung und gewünschtem format (svg, gif, jpg)...
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bitte KEINE PNs/mails mehr zur bestimmung von tieren --> eigenen thread eröffnen!
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KingOfScraper

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BeitragVerfasst am: 24.10.2009, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zu den Nachzuchten: Ein Wurf hat idR 10-20 Larven. Mein erster Wurf (vermutlich ein WF) hatte ganze 24 Larven wovon bisher nur einer Eingegangen ist den ich Verkauft hatte. Geboren 05/09 haben sich bisher 85% in die 3. Instar gehäutet.
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BeitragVerfasst am: 09.11.2009, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

in chronologischer reinfolge:

Herkunft
ich mach dir mal be gelegenheit ne karte fertig

äußere merkmale
erwähnen das die meisten im handel erhältlichen tiere ca 14-16cm größe haben und in den seltensten fällen 20 cm (man könnte hier erwähnen das exemplare mit 25cm gefunden wurden das aber nicht bestätigt ist und mit großer vorsicht zu genießen ist

zu den geschlechtsunterschieden habe ich dir ja schon eine grafik gemacht, werde die noch überarbeiten mit kammorgan und mit einer "minimap" von welcher stelle diese detailaufnahme ist.

bei dem subadulten telsonbild kann man was besseres machen, ich schau mal ansonsten mach ich bilder meiner NZ

"geschlechtsunterschied" - ein "e" vergessen Wink sollte man aber als seperaten punkt führen wenns sich schon so anbietet


haltungsbedingungen
würde noch das "vergesellschaftungsproblem" ausführen, hierzu gibt es immerwieder fragen...also das wenn man ein zweites tier zb einsetzt es unter umständen zu rangeleien kommen kann sowie auch zu paarungsversuchen die unter umständen nicht gelingen oder das weib unwillig ist (subadult, schon tragend...)

würde auch erwähnen warum diese tiere viel platz brauchen: sie sind groß!
über deine angegebenen maße kann man streiten würde für einadultes tier auch 50*30*30 nehmen, pärchen 60*40*40, für drei 80*40*40 und für 4 auch so 100-ter länge bei 40 oder 50 tiefe

auch fallscheiben terras können doppelt belüftet sein, besser schreiben ein terrarium mit 2 belüftungsblechen für eine gute luftzirkulation

ein beispielbild eines terrariums wäre hilfreich um zu verdeutlichen wie man das terra gestalten kann, ebenso ein link zu entsprechenden threads bietet sich hier besonders an, evtl noch springschwänze und asseln verlinken zu einem passenden thema

würde eher noch erwähnen das man die runde am besten so in die erde drückt das es kein durchgang ist sondern das es nach hinten wirklich zusammengeht und kein durchgang da ist, denke das ist verständlicher als das wort "rückenkontakt" weil skorpione technisch keinen rücken haben Wink

auch sollte hier das wort "moos" gern fallen

hatungsparameter (selbe wortbedeutung wie oben evtl die abschnitte anders benennen)

der boden ist immer etwas feucht zu halten (keine überschwemmung verursachen) am besten mit einer sprühflasche arbeiten oder gießen (vorsicht!! nicht zuviel sonst überschwämmt es das höhlensystem oder die erde wird instabil!!)



fütterungsintervalle und futtertiere

du erwähnst nochmals das mit der wasserschale

die problematik mit den mäusen würde ich deutlich negativer ausdrücken so wie:
vom verfüttern kleiner mäuse oder springer ist abzuraten da es hauptsächlich ein hygenisches problem darstellt weil die tiere unter umständen ihre beute halb aufgefressen in der höhle liegen lassen. das verfüttern von wirbeltieren wird in der community kontrovers diskutiert und auch die rechtslage ist nicht 100% klar. der autor rät desswegen dringend davon ab."

hier würde ich empfehlen das man adulten tieren immer mal fauchschaben und waldschaben geben kann damit sie eine ausreichende beute haben, heimchen, selbst adulte finde ich etwas klein, meine tiere brauchen alleine von den grillen schon viele, da lieber großes verfüttern wie heuschrecken und schaben. für jungtiere sollte man von instar2-3 kleine grillen nehmen instar 4 mitlere und ab instar 5 adulte sowie mit schaben auffüttern da diese sehr nährstoffreih sind und einen positiven effekt haben auf das wachstum

finde ein wöchentlicher futterintervall kommt auch dem zulieferer besser

nach meiner erfahrung ist es sogar recht gut permanent futter anzubieten auch bei jungtieren wenn sie in einer gruppe gehalten werden weil sich diese gegenseitig verteidigen - mit einem solchen satz förderst du unter umständen auch das sich jmd ein WF holt und lieber eine schöne gruppe NZ.

Verpaarung, Aufzucht der Nachzuchten:

eine durchschnittliche wurfgröße ist ~8-14 kann aber zu beiden seiten ausschlagen. stress ist für das tier zu vermeiden wie du schon meintest aber da man nicht abschätzen kann wann genau das tier würft würde ich hier nicht unbedingt anfangen neulinge abzuschrecken.

auch ein absatz wäre toll darüber das die meisten weiber die als wildfang in die geschäfte kommen (und davon ist auszugehen das es zu 95% WFs sind) schon trächtig sind...

auch wäre hier ein "was passiert wenn" recht gut, zb das man man wenn man ein pärchen hat lieber den boch rausnimmt und stress für das tier vermeidet solange die tiere noch im instar1 sind. auch zu erwähnen wie lange die geburt dauert (bis zu 60 stunden, in der regel aber ca 48 stunden) udn wie lange die kleinen auf dem rücken sind wäre ratsam - vorallem das man das weib wärend der geburt und wärend die larven im instar 1 sind keinesfalls stören sollte!
auch das nachwuchs kein beinbruch ist und keine sonderlich große herausforderung...die tiere zusammenlassen ist eine gute lösung, die jungtiere von den adulten separieren geht aber auch wenn sie ihre erste häutung hinter sich haben und schon alleine fressen können (ca 1 woche nach der häutung bzw vom runterkommen von mamas rücken) --> futter steht ja oben Wink

zu erwähnen noch warum die mutter ihre jungen frisst (stress, hunger oder falsche haltung) vorallem falsche haltung zu nass, zu trocken, zu warm, zu kalt lässt die mutter ihre jungtiere fressen da sie wenig chance haben zum überleben und daher das weib lieber die energie zurückführt.

das mit der heimchendosen aufzucht würde ich nicht unbedingt so bewerben, die tiere haben eine sehr sehr geringe überlebenschance und in der regel kommt es auch nicht so häufig vor das die tiere ihre jungen verlieren...beschreibe hier am besten das die überlebenschance bei 5-15% liegt in dieser variante

instar intervalle

würde noch dazuschreiben das futterangebot und wärme einen tragenden effekt haben...

verhalten und giftigkeit

agressionspotential und scheuheut kann je nach tier komplett unterschiedlich ausfallen, einige tiere sind relativ agressiv und stellen sich bei störungen sofort auf, andere sind extrem scheu, würde hier noch dazu schreibend as diese tiere eher zuschnappen und wenn sie dann merken sie haben etwas stechbares auch zustechen (habe mal einen mit wasser gefüllten haushaltshandschuh hingehalten - nicht zur nacharmung empfohlen da stess für die tiere!!) sie schappen entweder nur kurz zu oder schnappen mit beiden scheren sehr kräftig zu und benutzen dann ihren stachel (versuch mit 5 tieren, jedesmal unterschiedlich)

du erwähnst wieder einen absatz von oben über die gruppenhaltung und kanibalismus, besser hier schreiben das wenns gut geht sich "die tiere stapeln" in der höhle und wenn nicht sie sich eher zurückziehen, meine theorie ist das es mit dem verbreitungsgebiet zusammenhängt und die tiere "merken" das ein anderes tier nicht "den selben dialekt spricht" ums mal so zu beschreiben --> tip:
lieber gleich eine gruppe holen meist sind sie wenns importware ist aus der gleichen region oder wenns NZ ist aus dem gleichen wurf - im gleichen wurf habe ich bis jetzt noch nie kanibalistische verluste gehabt und ich habe auch fremde würfe gehabt und immer gleich mehrere tiere genommen

das mit dem "vergesellschaften funktioniert warscheinlich nicht mit einer trennscheibe, das sind keine rennmäuse...eher versuchen mit viel futter und zeit das zusammensetzen ist kritisch, besonders bei adulten tieren was nur helfen kann ist zeit, futter, verstecke und im radikalen fall das tier gegen ein anderes umtauschen und hoffen das es kompatibel ist - vorallem sollte hier auf größe geachtet werden habe 2 tiere gehabt mit 18cm adultgröße und diese haben mir kleinere adulte tiere immer innerhalb einer woche zerfleischt - ohne sie anzufressen!
es gibt auch tiere die schlicht nicht geeignet sind zum zusammensetzen, meist zeichnen sich besonders agressive dadurch aus das sie nicht wirklich mit einem artgenossen auskommen, scheue tiere neigen eher dazu kompatibel zu sein aber das ist nur eine vermutung, keine aussage, dafür habe ich schlicht noch zu wenig tiere gehabt...

dein persönliches fazit ist gut, würde aber auch darauf hinweisen das Pandinus im allgemeinen gegenüber anderen tieren selten rauskommen...


weiteres:

oben wäre noch die habitate aufzuschlüsseln - tropischer regenwald, feuchtsavanne etc...

die tiere sind NICHT meldepflichtig! das werden sie auch bisauf weiteres nicht, nur bedrohte arten müssen gemeldet werden beim veterinäramt P. imperator steht nur drauf weil so viele tiere exportiert werden und man desswegen einen gewissen schutzstatus im auge behalten will was aber eher auf händler abziehlt damit gezählt werden kann wieviele tiere das land verlassen...
wichtiger ist aber die kaufquittung bzw ein entsprechender herkunftsnachweis, das muss man nicht überbewerten sollte aber immer beim kauf eingefordert werden, entsprechende formurare gibts im internet (link such ich noch). das gilt übrigens auch für nachzuchten, wer nachzuchten verkauft muss dem käufer eine bestätigung ausstellen das diese tiere aus eigener zucht stammen - das ganze kann formlos sein sollte aber beide adressen enthalten sowie eben auch den hinweis woher diese tiere stammen - eine 0815-quittung von einem quittungsblock reicht auch aus (is ja wie ein kassenbon) aber ein blatt mit den adressen ist schöner, sauberer besser.
das mit der meldepflicht ist gut würde hier am besten die bundesländer mit verbot, mit auflagen/genemigun und mit meldepflicht des tierbestandes aufschlüsseln - alternativ könnte man mal einen übersichtsthread machen und mal zusammenfassen was man beachten muss in NRW, hessen, bayern, berlin und niedersachsen - wäre mal zeit für soeine übersicht...

ein aufruf an alle zum nachzüchten könnte auch noch passend sein, sowie lieber NZ kaufen da diese stabiler sind und man das problem mit inkompatiblen gruppen umgeht - eine gruppe pandinus aufzuziehen ist wirklich schön und man bekommt sie auch in 1 1/2 jahren groß gezogen - nicht wie viele meinen in 4-6 jahren...das sich die zucht finanzielle nicht loht hin oder her aber es zählt der gedanke daran das man nicht unnötig tiere aus der wildniss nehmen muss, importweg etc fordert btw ca 40% verlust und die tiere werden zu hunderten in enge kartons gequetscht - man sollte desswegen wirklcih lieber mehrfach überlegen ob man das unterstützen will oder nicht - es geht hier in deinem haltungsbericht auch darum die möglichkeit zu nutzen die leute zu erreichen und zum nachdenken zu bewegen...


auch würde ich noch einen absatz über krankheiten/plagen machen: milben, trauermücken, buckelfliegen - das ist immer aktuell...


so das wars von meiner seite, ich beschäftige mich sehr mit diesen tieren die leider zu unrecht nach einer weile meist gegen andere arten eingetauscht werden die attraktiver sind...P. imperator sind tiere die "einfach spaß machen" sie sind sehr pflegeleicht und verzeihen einiges...
ich hoffe nur ich überfordere dich nicht, dein bericht ist gut aber ich würde grade bei diesem tier aus den vollen schöpfen weil da noch so viel mehr drin ist...
_________________
Dienstvorschriften: Ab einem Wasserstand von 1.20 m beginnt der Soldat selbstaendig mit Schwimmbewegungen. Die Grusspflicht entfällt hierbei.

bitte KEINE PNs/mails mehr zur bestimmung von tieren --> eigenen thread eröffnen!
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