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Tityus serrulatus

 
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K.J.

Moderator a.D.



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BeitragVerfasst am: 28.01.2007, 15:05    Titel: Tityus serrulatus Antworten mit Zitat

Name: Tityus serrulatus (LUTZ & MELLO, 1922)

Familie: Buthiden (C. L. KOCH, 1837)

Herkunft: Südamerika, Brasilien

Merkmale / Aussehen:


Tityus serrulatus hat einen dunklen Körper. Weiße bis orangene Laufbeine, Pedipalpen und das Metasoma. Letztes Metasomesegment meist dunkel. Die vorderen Enden der Pedipalpen sind bräunlich gefärbt ( siehe Bild ).
Ein wunderschöner Skorpion aus dem tropischen Regenwald von Brasilien.




Haltung:

Seine Haltungsbedingungen sind dementsprechend anzupassen: Bodensubstrat aus einem Erde-Humus Gemisch. Ich verwende eine einfache Blumen- oder Kakteenerde, die am besten ungedüngt sein sollte! Diverse Wurzeln, Kokstücke und. Da Tityus serrulatus ein kletternder Skorpion sollte man unbedingt darauf achten, dass ihm dazu ausreichend Gelegenheit geboten wird.

Eine Wasserschale kann angeboten werden, muss aber nicht, da bei regelmäßigem Sprühen genügend Wasser und Feuchtigkeit da sein sollte.
Die Tagestemperatur sollte bei ca. 28° bis 30° Grad Celsius liegen. In der Nacht eine Absenkung auf Zimmertemperatur (22° Grad Celsius).
Die Luftfeuchtigkeit sollte das tropische Klima wiedergeben, sprich 70-80% betragen.
Tityus serrulatus ist ein relativ aggressiver und angriffslustiger Zeitgenosse.

Was bei diesem Skorpion noch zu erwähnen ist, ist dass dieser Skorpion sich parthenogenetisch fortpflanzt. Parthenogenese (griechisch παρθενογένεση, von παρθένα, „die Jungfrau“ und γένεση, „die Entstehung, Geburt, Genese“, deswegen auch Jungfernzeugung oder Jungferngeburt genannt) bezeichnet das Phänomen der Jungfernzeugung. Dabei handelt es sich um eine eingeschlechtliche Art der Fortpflanzung. Ein Weibchen entwickelt Jungtiere aus unbefruchteten Eiern, ohne dass es zu einer Paarung mit einem männlichen Tier derselben Art gekommen war. Bei den schlüpfenden Jungen handelt es sich wiederum einzig um weibliche Tiere, das Muttertier gibt seine DNA unvermischt weiter.

Ich selbst halte 2 Zuchtgruppen von Tityus serrulatus mit jeweils 4 adulten Tieren. Hier ist auffällig, dass sich die Tiere immer gemeinsam am selben Ort aufhalten. Sie sind meinen Beobachtungen nach sehr soziale Tiere, die problemlos in Gruppen gehalten werden können. Auch bei der Aufzucht der Jungen ist das Verhalten das Selbe. Ich ziehe die Jungen gemeinsam, Wurfweise groß ohne dabei Kannibalismus festgestellt zu haben!


Nachzucht:

Über den genauen Zeitraum der Trächtigkeit ist schwer etwas Präzises zu sagen. Durch die Parthenogenese bedingt kann man keine Verpaarung beobachten. Die Tiere können von äußeren Einflüssen, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängend die Geburten beeinflussen. Ich habe bei meinen Tieren beobachtet, dass bis zu 3 Geburten pro Jahr durchaus möglich sind. Jedoch ist es andererseits nicht gewährleistet, dass sie überhaupt Junge bekommen. Es kann also ebenso sein, dass man über einen längeren Zeitraum gar keine Nachzuchten hat.
Wenn ein Weibchen Junge trägt separiere ich sie immer von der Gruppe. So ist es einfacher, die jungen nachher von der Alten zu trennen.
Skorplinge von T.serrulatus werden genauso gehalten wie die Adulten. Wichtig auch hier, dass Klettermöglichkeiten da sind, denn die Häutungen bei den Jungtieren werden meist im Hängen gemacht.

Die Wurfstärken reichten bei mir von 10 bis etwa 25 Jungen, maximal 30, was die Ausnahme war. Es kann sein, dass dies auch auf das jeweilige Alter der Mutter zurückzuführen ist, was jedoch nur eine Vermutung ist!

Die Skorplinge häuten sich auf ihrer Mutter innerhalb von 5-7 tagen das erste Mal und bleiben dann noch ca. 7-10 Tage im 2.instar auf Ihrer Mutter, bevor sie diese verlassen und Selbständig werden.

Der Entwicklungszeitraum bis zum adulten Stadium dauert etwa 9-12 Monate, je nach Haltung.


Giftigkeit:

Einer der giftigsten Skorpione Südamerikas. Nach einem Stich sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Stichstellen sind nicht zu kühlen, sondern mit möglichst heißen Wasser zu behandeln. Ganz wichtig hierbei ist, dass der gestochene selbst die Behandlung mit dem heißen Wasser vornimmt, da bei Fremdeinwirkung Verbrühungen passieren können.


Bilder:








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K.J.

Moderator a.D.



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BeitragVerfasst am: 29.01.2007, 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Tityus hat Folgendes geschrieben:
Du solltest bei Giftigkeit noch schreiben dass im Ernstfall Antiserumgabe zu erwähnen ist, ansonsten super Bericht Wink


Hi Tityus,
laut einem Artikel von Dr.med. J.J. Kleber von der toxikologischen Abteilung der TU München, der über die Vergiftung nach Skorpionstichen im Ärzteblatt Juni 1999 einen Bericht veröffentlichte, ist es so, dass die Antiserumgabe bei kardialer Symptomatik angezweifelt wird und nur bei systematischen Symptomen empfohlen wird. Er schreibt ganz klar, dass bei kardialer Symptomatik normale medikamtöse Behandlung ausreicht! Sicher indiziert dagegen sind Antiseren nur bei zentralnervöser Symptomatik. Exclamation

Ich wollte in meinem Bericht nur nicht ganz so weit gehen und dachte mir, dass es reicht, wenn ich schreibe, dass man in ärztliche Behandlung sollte?! Wink Very Happy

K.J.
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K.J.

Moderator a.D.



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BeitragVerfasst am: 10.02.2007, 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

So, noch ein kleiner Anhang!
ich ziehe die T.serrulatus meist in kleineren Grüppchen groß aus Platzgründen! Ausfälle sind hier so gut wie nie zu beklagen und anbei nun noch ein nettes Bildchen mit frisch gehäuteten, einem, der sich gerade häutet und einem, der die Prozedur noch vor sich hat, von der 2-3.instar!






K.J.
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